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Tod oder lebenslange Gefangenschaft

Die Treibjagd

facts-img 1524-1000wDIE TREIBJAGDBOOTE
Es gibt derzeit 12 kleine Treibjagdboote in Taiji. Sie fahren jeden Morgen bei Sonnenaufgang hinaus aufs Meer vor die Küste Wakayamas. Die Fischer schwärmen aus und patrouillieren die ihnen gut bekannten Wanderrouten der Delfine, die hier vorbei führen. Dann suchen sie nach Delfinschulen und Schulen kleiner Wale. Oft fahren sie bis zum Horizont und darüber hinaus.

Wenn ein Treibjagdboot eine Schule entdeckt, nimmt der Fahrer Funkkontakt zu den anderen Booten auf und gibt ihnen die Position der Delfine durch, um sie in die Blutbucht zu treiben.

Während die anderen zur besagten Stelle eilen, bleibt das Boot, das die Schule entdeckt hat, bei ihr. Sobald fünf oder mehr Boote erscheinen, beginnt die Treibjagd.

Die Boote bilden eine v-förmige Mauer um die Delfinschule. Anschließend beginnen die Fischer mit einem Hammer auf das obere Ende der Metallstangen zu schlagen, die an der Seite jedes Boots befestigt sind und ins Wasser hineinragen. Durch das Schlagen bildet sich unter Wasser eine ohrenbetäubende Lärmwand, vor der die Delfine und Kleinwale fliehen. So werden sie zur Blutbucht von Taiji getrieben.

Die Jäger treiben die Delfine in Richtung Hafen von Taiji, bis sie flache Gewässer erreichen und jagen sie weiter an der Küste entlang bis zum Eingang der Bucht. Sobald die Delfine durch den Eingang hindurch sind, verschließen andere Jäger den Eingang mit Netzen. Zusammen mit den Delfintrainern fahren die Fischer in Kleinbooten zu den gefangenen Delfinen. Dort suchen die Trainer Tiere für die Gefangenschaft aus. Die Kleinboote werden außerdem dazu verwendet, um die Delfine an das felsige Ufer zu drängen, die Familien zu trennen und die Leichen der geschlachteten Delfine zum Schlachthaus zu bringen.

DAS TÖTEN
facts-121712-6-dolphin-release-9769-1000wGesamte Großfamilienverbände (Schulen) werden auf diese Art und Weise gefangen. Alte Delfine, geschlechtsreife Tiere, schwangere Weibchen, Junge und Babys – alle werden in die Bucht getrieben. Manchmal entkommt die Schule den Booten, oder einzelne Delfine können fliehen, wenn die Schule getrennt wird. Meistens wird jedoch der ganze Familienverband in die Bucht getrieben und mehrere Generationen auf einen Schlag ausgelöscht.

Sobald die Delfine in die Bucht getrieben wurden, ist ihr Schicksal besiegelt. Jetzt werden die Tiere für die Gefangenschaft ausgewählt und der Rest abgeschlachtet.

Oft sind auch Trainer von Meeressäugern aus dem nahe gelegenen Dolphin Base („Schwimmen-mit-Delfinen“-Programm) und vom Walmuseum Taiji (und Live Delfinshow) vor Ort, um unter den gefangenen Tieren jene auszusuchen, die in die Gefangenschaft der Delfinarien-Industrie kommen sollen – die „schönsten“ Tiere und Jungdelfine ohne Narben oder sichtbare „Mängel“. Manchmal werden die anderen wieder freigelassen, aber meistens werden sie alle getötet, um als Delfinfleisch auf dem Teller zu landen. Großeltern, Elterntiere, trächtige Weibchen und Babys – alle werden gnadenlos umgebracht.

Als der preisgekrönte Film „Die Bucht“ gedreht wurde, hat man sie alle mit einem Lanzenstich getötet. Das führte zu einem riesigen Blutbad, das die Bucht rot färbte.

Heutzutage ist man bemüht, die Menge an austretendem Blut zu verringern, indem die Fischer einen Metallstab in die Wirbelsäule treiben, was zur Lähmung der Tiere führt.

facts-130211-4-plugged-striped-1537-1000wDie Delfine sind noch bei Bewusstsein, atmen, kämpfen und erleben bewusst mit, was mit ihnen und ihren Familienmitgliedern geschieht. Bei größeren Schulen kommt es immer noch dazu, dass sich die Bucht blutrot färbt, was von den Cove Guardians dokumentiert wird. Gleichzeitig findet der Auswahlprozess durch die Delfintrainer statt. Hier wird der direkte blutige Zusammenhang zwischen dem Massenmassaker und der Delfinarien-Industrie deutlich.

Die für die Unterhaltungsindustrie ausgesuchten Delfine werden mit einem Kleinboot und einer Trage entweder in die Wassergehege im Hafen von Taiji oder direkt zur Taiji Dolphin Base, dem Dolphin Resort Hotel oder zum Walmuseum von Taiji gebracht.

Die Fischer binden die Delfine – manchmal gleich mehrere – an den Schwanzflossen fest, um sie kontrollieren und leichter transportieren zu können. Die panischen Tiere werden dann an die felsige, flache Küste gezogen oder am Rand der Klippen festgebunden.

Es konnte dokumentiert werden, dass der Todeskampf mancher Delfine und Kleinwale über 30 Minuten dauerte. Die Delfine kämpfen in ihrem eigenem Blut und dem ihrer Familien, wobei sie langsam ersticken und an inneren Blutungen sterben. Die Cove Guardians konnten mehrfach dokumentieren, wie an den Kleinbooten festgebundene Delfine noch um ihr Leben kämpften. Diese Tötungsmethode ist alles andere als human, so wie dies von der Fischereivereinigung von Taiji und der japanischen Regierung behauptet wird.

DIE DELFINARIEN-INDUSTRIE
Die Delfin-Treibjagden in Taiji enden nicht nur mit der Ermordung der Delfine. Taiji ist der „Ground Zero“ für den internationalen Sklavenhandel mit lebenden Delfinen.

Die Delfinarien-Industrie ist zu einem weltweiten Milliardengeschäft geworden, das von der Ausbeutung, Gefangenschaft und dem lebenslangen Leiden dieser empfindungsfähigen Lebewesen lebt. Es ist die Frage, ob die Treibjagden überhaupt stattfinden würden, wenn nicht mit dem Verkauf von lebenden Delfinen lukrative Geschäfte gemacht werden würden. Die Treibjagd selbst ist eine teure Angelegenheit. Die Delfinjäger verdienen etwa 25.000 Euro für einen lebenden Delfin. Für einen trainierten Delfin werden jedoch Summen bis etwa 193.000 Euro bezahlt.

Es gibt eine direkte und untrennbare Verbindung zwischen der Delfinarien-Industrie und dem Delfinmassaker in der Bucht von Taiji. Wenn man ein Ticket für den Besuch eines Delfinariums oder einer Delfin-Show kauft, oder irgendwo an einem „Schwimmen-mit-Delfinen“-Programm teilnimmt, kommt das dem Töten eines Delfins in Taiji gleich.

Die Cove Guardians von Sea Shepherd konnten dokumentieren, dass die Unterhaltungsindustrie die Delfinjagd in Japan antreibt. Wohlmeinende Trainer von Meeressäugern und das Publikum der Delfin-Shows – alle haben das Blut unschuldiger Delfine an ihren Händen.

Für die Delfine, die man aus ihren Familienverbänden gerissen hat, um sie in die Gefangenschaft zu verkaufen, ist das Leben überaus grausam. Selbst jene Delfine, die in Gefangenschaft geboren sind, müssen in gefängnisähnlichen Zuständen leben und lernen niemals ihr eigentliches Zuhause, das Meer, kennen.

In den USA ist es mittlerweile verboten, wild gefangene Delfine zu importieren. Deshalb ist das Geschäft mit Nachzuchten aus Gefangenschaft förmlich explodiert. Man muss sich jedoch fragen, wie viele der sogenannten „Nachzuchten“ in Wirklichkeit Wildfänge sind. Aber auch die tatsächlich in Gefangenschaft geborenen Tiere haben wahrscheinlich Vorfahren, die in Taiji gefangen wurden.

Die weltweite Verbindung der Delfinarien-Industrie mit dem Töten von Delfinen und Kleinwalen in Taiji ist auf jeden Fall unbestreitbar und unvermeidbar. Taiji ist das internationale Zentrum für das Fangen und Abschlachten von Delfinen.
Bitte schließt euch den Cove Guardians an und helft mit, diese Gräueltaten noch heute zu beenden!

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