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Cove Guardian-Freiwillige Karen Hagen in Taiji, JapanDie Freiwillige Karen Hagen aus Norwegen wurde nach ihrer Verhaftung die Einreise ins
Land verweigert. Sea Shepherd ist der Ansicht, dass die ablehnende Haltung Japans ein Versuch ist, das
brutale Abschlachten von Delfinen, das von den Cove Guardians in Taiji dokumentiert wurde, zu verbergen.

Dem langjährigen Sea Shepherd-Crewmitglied Karen Hagen aus Norwegen wurde die Einreise nach Japan verweigert; dort sollte sie als Leiterin der Sea Shepherd-Kampagne Operation Henkaku (Operation Metamorphosis) das brutale Fangen und Abschlachten von Delfinen und Kleinwalen in Taiji dokumentieren.

Am Donnerstag, den 27. August japanischer Zeit wurde Hagen nach ihrer Ankunft mit der Fähre aus Busan (Südkorea) in Fukuoka (Japan) von japanischen Einwanderungsbeamten verhaftet. Nachdem sie zwei Stunden vernommen und mehr als sechs Stunden festgehalten wurde, wurde ihre Einreise in das Land verweigert und sie wurde nach Südkorea ausgewiesen. Sie ist momentan auf dem Weg ins australische Melbourne, wo sie an Bord des Sea Shepherd-Schiffs „Steve Irwin“ als Freiwillige arbeiten wird. Hagen ist eine 20 Jahre alte Kindergärtnerin, die seit zwei Jahren als Freiwillige für Sea Shepherd aktiv ist. Im Anschluss an einen zweimonatigen Aufenthalt in Honduras, wo sie die Leitung der Sea Shepherd Operation Jairo zum Schutz der Meeresschildkröten übernahm, kam sie nach Japan, um das erste internationale Team der freiwilligen Cove Guardians in dieser Saison zu leiten.

Während sie festgehalten wurde, wurde sie über den gesamten Zeitraum von vier Männern in Anzügen, vermutlich Polizisten, sogar auf die Damentoilette begleitet. Hagens Pass wurde ihr entzogen, ein Telefonanruf wurde ihr verweigert, es sei denn sie würde die Person, die sie anrufen möchte, preisgeben und den Anruf von einem Telefon mit angeschaltetem Lautsprecher in der Gegenwart eines japanischen Übersetzers tätigen.

Anfangs haben Einwanderungsbeamte behauptet, dass die Einreise verweigert wurde, da Hagen ein Touristenvisum hatte, aber nicht zu touristischen Zwecken im Land sei. Auf die Frage, warum Fotos machen nicht als Tourismus gelten würde, änderten die Beamten ihren Grund und behaupteten, dass sie kein Rückflugticket hatte. Als Hagen ihr Rückfahrticket für die Fähre zeigte, erklärten die Beamten, dass sie letztes Jahr angegeben habe, zwei Wochen in Japan zu bleiben, jedoch zweieinhalb Monate blieb. Sie wies dann darauf hin, dass sie ihren Aufenthalt verlängerte, was legal sei und es keine weiteren Gründe geben würde, sie festzuhalten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass einem Freiwilligen von Sea Shepherd die Einreise nach Japan verweigert wurde. In der letzten Saison wurden einige rückkehrende Cove Guardians nach ihrer Ankunft im Land verhaftet und wieder nach Hause geschickt. Im Dezember 2014 wurde die langjährige Cove Guardian Kampagnenleiterin Melissa Sehgal für fast neun Stunden verhört und 24 Stunden lang festgehalten, bevor man sie zu einem Flug eskortierte, um Japan zu verlassen. Es gab keinen Grund für die Einreiseverbote, doch Japan hat behauptet, dass die Freiwilligen mit Touristenvisa einreisen würden, aber gar keine Touristen wären.

Sea Shepherd glaubt, dass diese Verweigerungen verzweifelte Versuche Japans sind, das Blutvergießen, das die Gewässer von Taijis nun berüchtigter Bucht, mit dem Blut von Delfinen und Grindwalen rot färbt, zu verbergen und ein Beweis dafür sind, dass Japan weiß, dass Sea Shepherd der Welt erfolgreich diese Gräueltaten enthüllt.

„Karen Hagen reiste, wie alle unserer Cove Guardian Crew, nach Japan, um friedlich innerhalb der Grenzen des japanischen Rechts, die brutale Treibjagd in Taiji zu dokumentieren und aufzudecken. Obwohl diese nur von einer Handvoll Jägern ausgeführt wird, bringt dieses Massaker der Meerestiere Schande über die gesamte japanische Nation. „Wie der Sea Shepherd-Gründer Captain Paul Watson einmal sagte, unsere Freiwilligen sind ausgestattet mit der mächtigsten Waffe der Welt: der Kamera.“, sagte der Sea Shepherd Kampagnenkoordinator David Hance. „Die Jagdsaison 2015/16 ist Sea Shepherds sechstes Jahr in Folge in Taiji, und unser Versprechen an die Delfine ist immer noch dasselbe: Wir werden nicht aufhören, bis das Abschlachten endet. Wir werden wieder eine starke Präsenz an der Bucht zeigen. Karen ist die Einreise verweigert worden, aber das wird uns nicht aufhalten. Ein anderer Leiter wird folgen.“

Ein Großer Tümmler kämpft in der Bucht während der brutalen Auswahl für die Gefangenschaft. Foto: Sea ShepherdBald werden mehr Freiwillige von Sea Shepherd in Japan ankommen, um Wache an der Bucht zu halten und eine ständige Präsenz der Cove Guardians in der gesamten Jagdsaison zu schaffen, so wie es Sea Shepherd seit 2010, als Operation Infinite Patience offiziell gestartet ist, jedes Jahr macht. Während sich die Welt zunehmend des Gemetzels von Taiji bewusst wird, sowie der untrennbaren Verbindung zum weltweiten Handel mit gefangenen Tieren, der die Nachfrage von wildgefangen Delfinen und Walen schürt, hat Sea Shepherd seine Kampagne zum Schutz der Delfine (jetzt Operation Henkaku benannt) überdacht. Dieses Jahr wird ein Schwerpunkt auf das wachsende, erforderliche Bewusstsein über die Rolle der Delfinarien-Industrie in der Treibjagd gelegt. Sea Shepherd glaubt, dass der gewinnbringende Handel mit lebenden Walen für die Gefangenschaft der wahre wirtschaftliche Grund hinter der Treibjagd darstellt und diese nicht allein durch den Verkauf von Delfinfleisch für den menschlichen Verzehr erhalten wird. Nur ein trainierter Delfin aus der Gefangenschaft kann von den Jägern in Taiji für 250.000 US-Dollar verkauft werden. Sea Shepherd hat schon seit Langem darauf hingewiesen, dass jeder Einzelne gegen das Abschlachten vorgehen kann. Der effektivste Weg dazu ist, damit aufzuhören, Aquarien und Meeresparks, die Wale und Delfine in Gefangenschaft halten, sowie Einrichtungen, in denen man mit Delfinen schwimmen kann, zu unterstützen.

Jedes Jahr von September bis März werden ganze Familienverbände oder Schulen von Delfinen und Kleinwalen in die tödliche Bucht von Taiji getrieben. Schlagstangen werden gegen die Bootswände geschlagen, um eine „Wand aus Lärm“ zu schaffen, die die geräuschempfindlichen Meeressäuger verwirrt und es ihnen fast unmöglich macht, der Treibjagd zu entkommen. Einmal gefangen im seichten Wasser der Bucht, ist ihr Schicksal besiegelt und den Mitgliedern dieser verängstigten Schule droht entweder die Gefangenschaft oder das brutale Abschlachten vor den Augen ihrer Familien. Mörder und Trainer arbeiten Seite an Seite, um die „schönsten“ Delfine und Wale, die ohne sichtbare Narben, für die Gefangenschaft auszuwählen. Den anderen werden Metallspitzen gnadenlos in ihre Rücken gestochen, direkt hinter dem Blasloch, um ihre Wirbelsäule zu durchtrennen. Die Delfine verbluten langsam und schmerzhaft oder ertrinken in dem Blut ihrer Familienmitglieder – andere können langsamer sterben, weil sie angebunden und zum Schlachthof geschleppt werden, wo die einst lebenden und freien Wale geschlachtet und zu Fleischwaren verarbeitet werden. Diese unmenschlichen Tötungen sind ein Schandfleck für Japan, dessen Regierung es ablehnt, sich den zahlreichen Bemühungen und Regulierungen zum Schutz von Meeressäugern zu verpflichten, obwohl der größte Teil der Welt sich über die Notwendigkeit bewusst ist, dass diese selbstbewussten, geliebten und gefährdeten Tiere geschützt werden müssen.

Sea Shepherds Cove Guardians sind die einzige Gruppe in Taiji, die jedes Jahr während der sechsmonatigen Treibjagdsaison täglich vor Ort ist, um sicherzustellen, dass kein Wal ungeachtet von der Welt gefangen oder abgeschlachtet wird. „Weil wir in der Bucht als die Augen der internationalen Gemeinschaft agieren, ist es wichtig, dass wir in der gesamten Saison Freiwillige vor Ort haben. Sea Shepherd ermutigt unsere Unterstützer auf der ganzen Welt, mit uns in Taiji zu sein. Diejenigen, die gerne als freiwillige Cove Guardians helfen möchten, sollten uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren und uns ihre Interessen mitteilen.“, sagte Hance. „Die Delfine brauchen dich jetzt.“