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Im Jahre 2003 wurde Sea Shepherd gegen die Delfinjagd in Taiji aktiv.

sscs-history-wide-on-slaughter-2-1000wNachdem sich Crewmitglieder von Sea Shepherds Taiji-Delfinkampagne mehrere Wochen lang in den Klippen rund um die Bucht versteckten, konnten sie am 6. Oktober 2003 heimlich Fischer dabei filmen und fotografieren, wie sie Delfine in der Bucht abschlachteten. Die schockierenden Bilder, die das blutgefärbte Wasser der Killerbucht von Taiji zeigen, lösten weltweit lautstarke Proteste aus.

Am 18. November 2003 tauchten zwei Crewmitglieder, Allison Lance Watson und Alex Cornelissen, in die Bucht und schwammen hinaus, um 15 Delfine zu befreien, die in Wassergehegen eingesperrt waren und am nächsten Morgen geschlachtet werden sollten. Bei ihrer Rückkehr ans Ufer wurden beide umgehend verhaftet. Um die Freilassung von Alex und Allison sicherzustellen, schrieb Captain Paul Watson, Gründer von Sea Shepherd, einen Brief an die japanische Polizei, in dem er erklärte, dass Sea Shepherd niemanden nach Japan schicken würde mit der Absicht Gesetze zu brechen.

Während der letzten Jahre sind Gegner der Delfinjagd und Reporter immer wieder am 1. September nach Taiji gereist, um über den Beginn der sechsmonatigen Jagdsaison zu berichten. Im Herbst 2010 stellte Captain Paul Watson die Frage: „Was würde passieren, wenn wir permanent in Taiji wären?“ Er bat daraufhin Scott West, Sea Shepherds Leiter der Nachrichten- und Ermittlungsabteilung, und seine Tochter Elora Malama West nach Taiji zu gehen, „um es herauszufinden“. Die beiden reisten nach Taiji, wo sich einige Freiwillige anschlossen.

Im Jahr 2010 halbierte sich die jährliche Anzahl der getöteten Delfine durch die ständige Präsenz der Cove Guardians. Die Delfinjäger waren von ihren Kameras entsetzt. Zum ersten Mal wurde die gesamte Delfinjagdsaison dokumentiert und aufgenommen – die Delfinjagd wurde jetzt in das Licht der Weltöffentlichkeit gerückt.

OPERATION INFINITE PATIENCE

Die Delfinjagdsaison von 2011 löste den Start der offiziellen Kampagne Operation Infinite Patience aus, die von der Sea Shepherd-Freiwilligen Rosie Kunneke vor Ort geleitet wurde. Seit dem ist Sea Shepherd jedes Jahr mit einem wachsenden, internationalen Team von Freiwilligen vor Ort. Sea Shepherd wird weiterhin die Grausamkeiten aufdecken, die in Taiji täglich stattfinden und dabei weiter die japanischen Gesetze einhalten. Jedes Jahr werden tausende Delfine und Kleinwale in den Gewässern von Taiji (Japan) abgeschlachtet. Die Treibjagdsaison beginnt am 1. September und endet normalerweise im März des darauffolgenden Jahres. Die Fischer treiben ganze Schulen in die seichten Gewässer, wo sie gnadenlos erstochen werden oder langsam im Blut der eigenen Familie ertrinken.

Wir werden oft gefragt: „Wieso durchschneidet ihr nicht die Netze?“
Das ist nicht möglich. Die Bucht ist auch nachts sehr stark bewacht und selbst wenn man unbemerkt bis zu den Netzen kommen würde, würden die Delfine mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal fliehen, da sie ihre Familie niemals zurücklassen würden. Die Lage in Taiji ist extrem angespannt und jeder Versuch, sie zu befreien, würde den Behörden als Rechtfertigung dienen, die Cove Guardians und alle anderen, die nach Taiji kommen, zu entfernen. Das kann Gefängnis bedeuten, einen Verweis des Landes vielleicht sogar für alle Aktivisten, mit ziemlicher Sicherheit auch Razzias, Beschlagnahmung von Equipment wie Kameras, Handys und Laptops und ein noch weiter verstärktes Polizeiaufgebot. Damit wäre die gesamte Kampagne gefährdet und niemandem geholfen, vor allem den Delfinen nicht.


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